KPIs für Social Media, was wirklich zählt

Nicht jede Kennzahl ist relevant. Welche KPIs Ihr Unternehmen wirklich weiterbringen und wie Sie Reporting endlich verständlich machen.

Das Wichtigste in Kürze

Follower und Likes sagen wenig über Erfolg aus. Die wirklich relevanten KPIs sind Reichweite in der Zielgruppe, Interaktionsrate, Profilaufrufe, Website Klicks, Leads und, bei Ads, Cost per Lead und ROAS. Ein sauberes Reporting braucht maximal 6 Kennzahlen. Alles darüber ist Deko.

1. Warum die meisten KPI Diskussionen falsch geführt werden

Viele Reportings zeigen alles, was verfügbar ist, statt das, was wichtig ist. Das führt zu vollen Dashboards ohne Entscheidungen. Gute KPIs beantworten immer eine konkrete Frage aus dem Geschäftsalltag.

2. Die sechs KPIs, die für KMU wirklich zählen

Diese sechs Kennzahlen reichen, um Wachstum und Wirtschaftlichkeit zu steuern.

  • Reichweite in der Zielgruppe, nicht Reichweite gesamt
  • Interaktionsrate pro Reichweite
  • Profilaufrufe und Website Klicks
  • Anfragen aus Social Media
  • Cost per Lead, wenn Ads laufen
  • ROAS mit Deckungsbeitrag, nicht mit Umsatz

3. Vanity Metrics erkennen und weglassen

Likes, Follower Zuwachs und Videoaufrufe sind angenehm zu betrachten, führen aber selten zu Umsatz. Wer sich davon leiten lässt, produziert oft Content, der viral geht, aber niemanden anruft.

4. Reporting, das man in fünf Minuten versteht

Ein gutes Reporting zeigt Ziel, aktueller Wert, Vormonat und Kommentar. Mehr braucht es nicht. Wer Zahlen ohne Kontext liefert, erzeugt Unruhe statt Klarheit.

  • Ein Slide pro Kanal
  • Ziel und aktueller Wert nebeneinander
  • Zwei Sätze Kommentar
  • Klare Empfehlung für den nächsten Monat

5. Was Ihr KPI Setup heute konkret braucht

Definieren Sie ein Geschäftsziel, leiten Sie daraus drei bis sechs KPIs ab, setzen Sie realistische Ziele und reporten Sie einmal pro Monat. Alles andere ist Ablenkung.

Häufige Fragen

Sind Follower ein guter KPI?

Nein. Follower zeigen die Größe des Publikums, nicht dessen Qualität oder Kaufbereitschaft. 1.000 lokale Follower schlagen 10.000 unqualifizierte.

Was ist die wichtigste Kennzahl?

Für Betreuung ohne Ads sind Reichweite und Interaktionsrate zentral. Sobald Ads laufen, zählen Cost per Lead und ROAS.

Wie oft sollte man reporten?

Monatlich für strategische Steuerung, wöchentlich für Ads Kampagnen im laufenden Betrieb.

Was ist ein guter Cost per Lead?

Branchen abhängig. Im Dienstleistungsbereich sind 20 bis 60 Euro typisch, im hochpreisigen B2B können auch 200 Euro noch profitabel sein.

Warum ist ROAS trügerisch?

ROAS misst nur Anzeigeneffizienz. Ohne Deckungsbeitrag oder Customer Lifetime Value führt ein hoher ROAS trotzdem zu Verlusten.

Kontakt

Social-Media.at, DIMAS TECHNOLOGIES GmbH, Gewerbeparkstraße 12, 1220 Wien, Österreich. Telefon +43 1 214 42 92, E-Mail office@social-media.at.